English versionSeahorses
Version françaiseHippocampes
Versión EspagñolaCaballitos de mar
Deutsche versionSeepferdchen
Verzione ItalianoCavallucci Marini
Nederlandse verzieZeepaardjes
Versão portuguesaCavalos marinhos

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Seepferdchen

Auf diesen Seiten finden Sie die wichtigsten Informationen für korrektes Halten von Seepferdchen sowie die Pflege und das Aufziehen von neugeborenen Seepferdchen.

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Haltung

Zebra-Seenadel
© Bild 28 Zebra-Seenadel
Seepferd
© Bild 64 Seepferd
Augen
© Bild 43 Seepferd Augen
Kopf
© Bild  41 Seepferd Kopf
Skelett
© Bild 40 Seepferd Skelett
Männliches S.
© Bild 56 männliches Seepferd
Weibliches S.
© Bild 57 weibliches Seepferd

Die Größe und Farbe des Seepferdchens ändern sich entsprechend den zahlreichen existierenden Arten und Unterarten, die sich an ungefähr 60 für das Hippocampus zählen können; von zirka 2.5 cm in der Länge für den pygmäischen Zwerg des Golfes bis 35 cm für das gigantische Seepferd vom Pazifik. In Europa erreichen sie ungefähr eine maximale Größe von 15 cm. Sie gehören der Syngnathidae-Familie, das ungefähr 220 Arten umfaßt. Ihre Lebensdauer in einem Aquarium ist zwischen 2 und 4 Jahren geschätzt. In ihrer natürlichen Marinenumwelt leben sie zwischen der Wasseroberfläche und den nicht sehr tiefen Gründen, nahe den Algen und den Herbarien, ihre Lebensdauer ist 5 bis 7 Jahre nach Arten.

Kaufen Sie nur die in den Tierladen oder bei privaten Züchtern vorgeschlagenen Seepferdchen, die schon an das Aquarium und an die Ersatznahrung gewöhnt sind (zum Beispiel hippocampus-hippocampus, erectus, guttulatus, histrix, kuda, reidi,) Für die Mehrheit der anderen Arten ist das Risiko vorhanden, dass sie sich weigern, sich in der Gefangenschaft mit Ersatzfutter zu ernähren oder passen sich ganz einfach nicht an. Man müßte unbedingt lebende Nahrung, identisch ihrer natürlichen Nahrung ihrer Umwelt züchten oder erhalten.

Im Falle Sie Seepferdchen im Tierladen kaufen, ist zu beobachten, dass sie den Bauch rund haben (Bauch nicht eingefallen, Zeichen von Unterernährung oder Krankheit). Verlangen Sie auch, dass man Ihnen beweist, dass sie sich gut ernähren un an welches Futter sie gewöht sind. Beobachten Sie auch ob die Tierchen sich normal verhalten und keine anormalen Merkmale aufweisen, Körper, Augen usw. (siehe Kapitel über Krankheiten). Kaufen Sie kein neues angekommen, warten Sie immer ein Minimum von 3 Wochen ab. Dagegen, wenn Sie ein Pärchen sehen kaufen die zwei sie werden Ihnen dankbar.

Außerdem muß man sich gut über die Vereinbarkeit und die Bedürfnisse der Arten erkundigen, bevor man verschiedene Seepferdchen im selbe Aquarium vermischt.

Das Skelett hat eine Wirbelsäule und unterscheidet sich fast nicht von dem Skelett der anderen Fische. Aber einige Eigentümlichkeiten des Skelettes geben dem Seepferd eine einzigartige Gestalt und Haltung. Das Seepferd ist mit Hautplatten bedeckt, die es schützen und die einen Harnisch bilden, der die Schuppen der Fische ersetzt. Das Seepferd besitzt zwei Seitenflossen mit denen es sich lenkt, eine Rückenflosse um sich anzutreiben und eine Steißfloße, die ihm hilft, sich geradezuhalten. Sein Schwanz, der normalerweise zum Anhängen dient, wird auch beim ungekehrten Schwimmen als Pendel eingesetzt. Das Seepferd besitzt nur eine Niere und keinen Magen. Das Männchen hat eine äußerliche Büttetasche, die ab dem fünften bis sechsten Monat für geübte Augen sichtbar ist und die die Erkennung der zwei Geschlechter erlaubt. Sein Brustkamm ist glatt, während der seiner Partnerin sägeförmig ist. Sein Kopf ist im rechten Winkel zum Körper positioniert und endet durch eine röhrenförmige Schnauze, ohne Zähne, um die Nahrung zu saugen. Entsprechend der Art ist die Länge und Öffnung dieses Organs sehr verschieden. Je kleiner die Schnauze ist, desto gröber ist die Schwierigkeit, die Nahrung aufzusaugen, vor allem in unseren Aquarien. Das Seepferd besitzt ein sehr entwickeltes Sehvermögen, das ihm erlaubt das kleinste zu erblicken. Seine zwei Augen kann es auf total unabhängige Weise bewegen; zum Beispiel, das eine nach rechts und das andere nach unten. Dank dieser wertvollen Fakultät kann es auch gleichzeitig eine eventuelle Gefahr orten, etwas beobachten und tätig sein. Dieses Tier besitzt gut entwickelte Gehör und Geruchsinn. Das Seepferd verständigt sich mit seinen Artgenossen mit Klängen (unhörbar für uns). Die provozierten Vibrationen können hingegen gespürt werden, wenn man das Körper zwischen zwei Fingern hält. Man soll solche Manipulationen vermeiden, außer im Falle von Notwendigkeit, um zum Beispiel ein verletztes Seepferdchen aus dem Wasser zu nehmen, wenn es desinfiziert werden muss. Im solchen Falle ist es besser den Kopf (Atmungsorgan) des Tierchens im Wasser zu lassen. Nach seiner Umwelt oder seiner Laune hat das Seepferd die Fähigkeit seine Körperfarbe anzupassen. Diese Fähigkeit dient ihm dazu, sich von Räuber zu schützen oder eine vorgesehene Beute zu täuschen. Doch im Aquarium sind die Gründe der Körperfarbveränderung anders. Die Farbe verdunkelt sich bei Stress, Erkrankung oder andere Störfaktoren. Während der Paarungsparade und wenn er zufrieden ist verändert sich seine Körperfarbe leicht oder stark hell.

Nahrung

Artemia
©  Bild 14 Artémia
Die Mahlzeit
©  Bild 71 Seepferd die Mahlzeit
Mysis
©  Bild 15 Mysis

Das erleichtert dem Seepferdchenhalter nicht immer die Aufgabe, der nämlich nur wenige Nahrungsarten im Handel finden kann, und muss also manchmal "lebende Nahrung" züchten. Die Seepferdchen ernähren sich hauptsächlich von Plankton und kleinen Krustentieren in ihrer natürlichen Umwelt

Vorteil für uns, wenn sie in Gefangenschaft leben, akzeptieren sie lebende oder gefrorene Nahrung (Bevor Sie den Seepferdchen die gefrorene Stücke geben, müssen Sie sie auftauen und den Saft nicht verteilen). Die "Artemias Salinas" sind die Haupterernährung. Im Prinzip essen die Seepferdchen gern "Mysis"und "Zyklopen". Sie essen auch "Krille" und "Daphnies", nur wenn die Breite ihrer Schnauze es ihnen erlaubt aber diese haben anscheinend bei den Seepferdchen nicht soviel Erfolg. Einige Seepferdchen essen manchmal auch Microwürmer. Wenn Sie einen neuen Pensionsgast aufnehmen, sollen Sie ihn schrittweise an diese Nahrung gewöhnen, der Verkäufer sollte schon darauf achten, es zu tun. Die Seepferdchen müssen zwei Mal pro Tag verpflegt werden. Etwa zwanzig Beuten pro Tag und pro Seepferdchen genügen, damit Ihr Tier in Form ist. Natürlich, wenn Sie ihnen mehr Nahrung geben werden sie sich nicht darüber klagen aber Sie sollen darauf achten, das Aquariumswasser nicht zu verunreinigen. Dieselbe Ernährung kann auch lebend von Zeit zu Zeit gegeben werden: zusätzlicher Beitrag in Vitaminen und sie werden glücklich sein.

Wenn Sie nicht zu sensibel sind, können Sie ihnen von Zeit zu Zeit lebende Garnelen "Palaemonetes" geben, deren Blut sie nur saugen. Wenn sie jagen kreisen die Seepferdchen das Krustentier ein, um dieses zu töten. Ihre Strategie ist besonders : sie töten das Tier und dann, nehmen sie es aus. Sie können auch Guppys-babys geben.

Die Seenadeln (doryrhamphus dactyliophorus zum Beispiel) brauchen Seeigeln und "Lebendige Steine" im Aquarium. Sie ernähren sich schwer der vorgeschlagenen Ersatznahrung. Oft nehmen sie die Artemias (von kleinen Größen oder Larven), die Zyklopen oder andere Kopepoden und Amfipoden an. Wie oft füttern ? Auch zwei Mal pro Tage (Haltungsregeln = identisch mit jenen der Seepferdchen).

Den Fütterungen wird mit großer Ungeduld entgegen gesehen. Sie versammeln sich hinter der Scheibe des Aquariums und bewegen sich unruhiger als gewohnt. Wenn die Seepferdchen satt sind, kehrt wieder die übliche Ruhe ein. Wenn Sie sich nach der Fütterung noch genauso unruhig verhalten, ist eventuell die angebotene Menge zu gering. Dabei sollten wir jedoch immer im Gedächtnis behalten, dass es sich um Tiere handelt, die den Tag damit verbringen, in ihrem natürlichen Umfeld zu fressen, und wir es deshalb nicht übertreiben sollten - unsere Becken dürfen nur eine angemessene Menge Abfallprodukte enthalten. Die Nahrung ist ein wichtiger Zeitpunkt im Leben der Seepferdchen, die Pumpen während der Mahlzeiten löschen.

Es ist schwer zu wissen, wie lange ein ausgewachsenes Seepferdchen ohne sich zu ernähren bleiben kann. Man weißt auch nicht, ob die Auswirkungen auf sein Organismus schwer sein können. Eine 2 bis 3 tägige Frist sollte vernünftig sein aber nur wenn es vorher richtigerweise gefüttert worden ist und wenn es bei guter Gesundheit ist. ABER DAVON IST ABZURATEN. Ein Seepferdchen muss regelmäßig gefüttert werden. Aber das hängt ab, ob die Seepferdchen einige lebende Beuten im Aquarium finden und in welcher Menge. Ein Futtermangel kann zur Abschwächung des Tieres führen, was schwere Konsequenzen haben kann . Auf jeden Fall wenn Sie Ihre Seepferdchen genug füttern, werden sie sich beträchtlich besser halten und Ihnen davon dankbar sein. Es ist zu beachten, dass, wenn sie im Meer leben, die Seepferdchen ihre Zeit verbringen, alles was sie finden zu essen. Ein unterernährtes Seepferdchen ist gestresst und unglücklich!

Während der Mahlzeiten können sich die Erwachsenen wie die Babys ersticken, man muss sie immer überwachen (siehe Kapitel Aufzucht - Babynahrung).

Ein neu angekommener Pensionsgast wird sich sehr furchtsam zeigen. Seien Sie sehr geduldig. Sobald er sich wohl fühlt wird und Sie kennt, können Sie ihm sogar aus Ihren Fingern Nahrung geben.

Vitamin- und Spurenelementmangel ist zu vermeiden. Sie sollen regelmäßig flüssige Vitaminen- und Spurenelementelösungen für Fische dem Aquariumswasser beizugeben (vor allem wenn Sie einen Kohlefilter, ein Abschaumgerät und/oder ein uV-Sterilisationsgerät gebrauchen), aber auch im Hinblick auf einseitige Ernährung.

Verhalten und Lebenswandel, Wassertankleben

Weibliches S.
©  Bild 20 Seepferd
Männliches S.
©  Bild 16 Seepferd
Männli./Weibli. S.
© Bild 68 Männlische/Weiblische Seepferdchen
Männli./Weibli. S.
© Bild 67 Männlische/Weiblische Seepferdchen
Pterapogon kauderni
© Bild 60 Pterapogon kauderni

Wie bereits auf diesen Seiten beschrieben, sind Seepferdchen sehr empfindlich und ängstlich - insbesondere wenn sie sich in einer neuen Umgebung eingewöhnen müssen. Sie haben die Neigung, Sie als potentielle Gefahr anzusehen, und versuchen sich daher zu verstecken, sich an irgendetwas festzuklammern und sich dann nicht mehr zu bewegen. Dieser Zustand kann einige Stunden, ja sogar einige Tage lang andauern. Männliche Seepferde sind von Natur aus noch zurückhaltender und misstrauischer. Es muss vor allem darauf geachtet werden, dass sie sich mehr oder weniger normal ernähren und man muss sie äußerst sanft behandeln. Die Quarantäne muss selbstverständlich unbedingt eingehalten werden.

Wenn Sie die Seepferdchen erst einmal eingewöhnt haben, bewegen Sie sich im Aquarium, ohne sich zu sehr um ihre Umgebung zu kümmern. Vertikal schwimmend nähern sie sich Ihnen, sobald sie Sie wahrnehmen (vor allem, wenn sie Hunger haben), und zeigen ihre natürliche Anmut: mit dem eingerollten Schwanz ähneln ihre Schwimmbewegungen einem Tanz, was nicht nur den Betrachter, sondern auch mögliche Sexualpartner beeindrucken soll. Sie scheinen auch auf die menschliche Stimme zu reagieren.

Den ganzen Tag lang suchen die Seepferdchen den Boden nach Nahrung ab, schwimmen majestätisch im Aquarium umher, verschlingen die Schwänze ineinander oder schlafen. Ein Seepferdchen kann auch kopfüber schwimmen; dies wird jedoch häufiger bei den Männchen festgestellt, entweder, weil sie die Eier in ihrem Brustsack tragen (zu viel Eier und/oder in Verbindung mit Luft) oder weil es ihnen einfach Spaß macht (eher bei Satzfischen) oder weil sie so während der Bewegung besser die kleinen Tierchen auf dem Boden sehen können. Die Weibchen bewegen sich eher seltener auf diese Weise fort. Wenn ein einzelnes Tier jedoch spätestens nach ein paar Tagen nicht wieder normal schwimmt, kann eine Krankheit der Grund für dieses auffällige Verhalten sein.

Die von ihrer Art her sehr ruhigen und unbekümmerten Seepferdchen teilen ihr Revier nur ungern mit anderen Tierarten. Ein Seepferdchenbecken sollte vorzugsweise nur Tiere der gleichen Art enthalten. Jeglicher Fischbesatz, abgesehen von ein oder zwei Arten wie zum Beispiel dem Pterapogon kauderni (sehr ruhiger und scheuer Fisch, der in kleinen Schwärmen lebt) sollte vermieden werden, da sie zu lebhaft und schnell sind, was nicht nur die Seepferdchen stressen , sondern auch nahrungstechnisch ein Problem darstellen würde. Ein Fisch nimmt die Nahrung tatsächlich unheimlich schnell auf, während sich das Seepferdchen alle Zeit der Welt nimmt. Daher würde ihm diese Art der Konkurrenz nicht wohl tun. Einige wirbellose Tiere sind ebenfalls nicht unbedingt empfehlenswert oder nur mit Vorsicht einzusetzen, da sie die Seepferdchen als Beute nehmen, sie mehr oder weniger schwer verletzen und/oder sie stören könnten. Beispiel : eine Scherengarnele, die grundsätzlich harmlos ist und für die Fische sogar nützlich sein kann, weil sie sie von Parasiten befreit, beobachtete und angreiftete alle Bewohner meines Aquariums und stand sogar kurz davor, meine Zebra-Seenadel (doryrhamphus dactyliophorus) zu töten, indem sie sie zu teilen versuchte.

Die für ein Leben in kleinen Gruppen erschaffenen Seepferdchen scheinen besondere Affinitäten zwischen den verschiedenen Geschlechtern und sogar innerhalb des gleichen Geschlechtes zu entwickeln. Daher müssen alle Seepferdchen genauestens beobachtet werden, und aus dem ein oder anderen Grund sollte es tunlichst vermieden werden, bestimmte Exemplare voneinander zu trennen. Das oder die verbleibenden Tiere könnten als Folge Stressreaktionen zeigen oder die Nahrungsaufnahme verweigern. Dies lässt sich teilweise nach dem Tod eines einzelnen Exemplars feststellen.

Neuankömmlinge können sich mit der Integration in die bestehende Seepferdchenfamilie schwer tun. Einige von ihrer Art her sehr gesellige Seepferdchen akzeptieren die neuen Aquarienbewohner ohne das geringste Zögern. Andere "alteingesessene" Bewohner sehen das ganz anders (insbesondere die Weibchen, denn sie buhlen ja um die Gunst der männlichen Seepferdchen, aber wie in jeder Gruppe kann es von jedem Geschlecht schwierige Typen geben). In einem solchen Fall beäugen Sie den ungebetenen Gast sehr intensiv, indem sie hin- und herschaukeln und um den Neuankömmling umherschwimmen (so wie sie auch ihre Beute beobachten); dann und wann versetzen sie ihren zukünftigen Lebensgefährten einen Stoß mit ihrem Maul. Sie können die neuen aber auch scheinbar ignorieren, um sie dann mehr oder weniger häufig der gleichen Behandlung zu unterziehen. Das einzig wirksame Mittel bei Konflikten ist, die Angegriffenen und die Angreifer innerhalb des Aquariums voneinander zu trennen, damit sie sich so nach und nach aneinander gewöhnen können. Gelingt es auf diese Weise nicht, den Bestand zu erhöhen, setzen Sie keine neuen Tiere ein. Satzfische, die fast ausgewachsen sind und zu lange von den Eltern getrennt wurden - und somit zu Fremden geworden sind - sollten gleichermaßen behandelt werden. Daher sollte die Population auf einmal ins Aquarium eingesetzt werden, da so jedes einzelne Seepferdchen mit der Erkundung der neuen Umgebung beschäftigt sein wird und sich seine eigenen Orientierungspunkte sucht. Wenn jedoch ein Mitglied der Aquariumsfamilie kurzzeitig von seinen Artgenossen getrennt werden muss, dürfte die Rückkehr unproblematisch verlaufen. Junge Seepferdchen (bis zu 6 bis 8 Monaten), die das Leben insbesondere dann, wenn sie in Gefangenschaft groß geworden sind, gewohnt sind, empfangen Neuankömmlinge grundsätzlich ohne großes Zögern und ohne aggressives Verhalten.

Teilweise werden die Seepferdchen verdächtigt, ihren Nachwuchs bei der Geburt zu attackieren, sprich sie zu fressen. Ich persönlich habe bei meinem Bestand (200 Seepferdchen) nie beobachten können, dass sich die Eltern auf den eigenen Nachwuchs oder den Nachwuchs eines benachbarten Paares stürzten. Dies kann sich natürlich ereignen, wenn die Eltern ausgehungert sind oder ein einzelnes Exemplar von Natur aus extrem aggressiv ist. In letzterem Fall wird sich dieses Seepferdchen aber wahrscheinlich auch nicht mit seinen Artgenossen arrangieren.

Obwohl bestimmte Personen und sogar Spezialisten glauben oder festgestellt haben, dass sich Seepferdchen nur sehr selten in Gefangenschaft vermehren bzw. züchten lassen, bin ich nicht der gleichen Ansicht. Wenn sich absolut kein Erfolg einstellen möchte, so liegt dies einerseits vielleicht an der mangelnden Kenntnis oder der mangelnden Zeit, die in die Zucht investiert wurde, oder aber daran, dass einige der zahlreichen Anforderungen nicht erfüllt sind. Ich persönlich besitze nur noch Tiere aus eigener Zucht, die sich ihrerseits wiederum weiterhin vermehren.

Wenn sich Ihre Aquarienbewohner wohl fühlen, werden Sie sich nicht allzu sehr bemühen müssen, um zahlreichen Paarungen und Geburten beizuwohnen. Ein gesundes Seepferdchen ist - wie alle anderen Fische auch - bestrebt, den Fortbestand der Art zu sichern. Natürlich will ich nicht behaupten, dass die Aufzucht von kleinen Seepferdchen eine leichte Sache ist, ganz im Gegenteil, aber verglichen mit der Pflege kranker Tiere...

Reproduktion - Paarung, Geburt

Paarung
© Bild 30 Seepferdchen Paarung
Paarung
© Bild 17 Bauch gegen Bauch
Ei
© Bild 33 Seepferd Ei
Geburt
© Bild 31 Seepferd Geburt
Geburt
© Bild 32 Seepferd Geburt

Ein Männchen begnügt sich nicht unbedingt mit nur einem Weibchen. Wenn letzteres nämlich nicht genügend Eier produziert, kann sich das Männchen einem weiteren Partner zuwenden. Es kommt jedoch häufiger vor, dass das Weibchen zu viele Eier zu übertragen hat. Sie sucht sich einen 2. Ziehvater. Aus diesem Grund sollte die Population des Aquariums auch sehr ausgewogen sein, d.h. es müssen mehr Männchen als Weibchen vorhanden sein, da sie sonst ihre Partner durch eine zu große und zu häufige Last erschöpfen würden. Andernfalls, Aufmerksamkeit auf mögliche Konflikte.

Ich habe häufiger Artikel gelesen, in denen behauptet wurde, dass die Männchen aufgrund der Erschöpfung durch die Geburt fast immer eingehen - und dies obendrein auch noch in ihrer natürlichen Umgebung. Diese Information ist völlig falsch. Wenn dies der Fall sein sollte, wurde entweder die 1. weiter oben aufgeführte Regel missachtet oder das Tier ist krank oder aus anderen Gründen zu schwach oder aber einfach zu alt.

Seepferdchen paaren sich im Prinzip etwa einmal im Monat. Die günstigste Phase dauert von April bis Oktober, die Seepferdchen können sich aber auch das ganze Jahr über vermehren. Alles hängt von den Lebensumständen ab: Warmwasserbecken oder tropische Temperaturen. Ihre Geschlechtsreife erreichen die Jungpferde mit 6 Monaten. Ganz gleich was behauptet wird, die ersten Gelege sind nicht überlebensfähig. Die in Gefangenschaft aufgewachsenen Tiere vermehren sich dauernd. Das Balzspiel der Seepferdchen dauert mehrere Stunden, während derer das Männchen leise Grunzlaute von sich gibt, um das oder die Weibchen anzulocken. Sie führen zusammen ein Ritual aus, das an ein Ballett erinnert, verschlingen sich ineinander, schwimmen schnell umher und verbiegen sich in alle Richtungen. Während dieses Rituals befruchtet das Männchen mit unvergleichlicher und großer Eleganz die von seiner Gefährtin produzierten Eier. Es öffnet mehrfach unter Zuckungen seinen dauerhaft angeschwollenen und fast durchsichtigen Brustbeutel, ohne dabei von seiner Geliebten abzulassen und um sie herumzuschwänzeln.

Irgendwann befinden sich die Partner für einige Sekunden Bauch an Bauch gegenüber. Das Weibchen nutzt diesen Augenblick, um seinen Gelegekanal in die Brusttasche des Männchens einzuführen und ihre Eier zu übertragen. Ist dies erfolgt, so zeigt das Männchen seine Zufriedenheit durch sekundenlange zuckende und wiegende Körperbewegungen. In seiner Brusttasche reifen die Eier und anschließen die Jungpferdchen bis zu ihrer Geburt heran. Die bis dahin schlaffe Brusttasche des Männchens ist dann schwülstig und fest, ja fast überdehnt (bei großem Gelege). Wenn sie vom runden Stadium in das Stadium kleinerer Beulen übergeht, dauert es nicht mehr lange, bis die vollständig ausgebildeten Ponys auf die Welt kommen. Bei guter Beleuchtung scheinen im Profil nicht nur die Eier, sondern auch die künftigen Seepferdchen durch. Ein gesundes Männchen gebärt in vertikaler Stellung in mehreren Phasen über einige Minuten oder Stunden verteilt. Er wird relativ gestresst sein, sich zusammenkrümmen, seine Tasche öffnen und stark pressen, bis er ein oder mehrere Seepferdchenbabys in einem Strahl ausstößt; (ein krankes Seepferdchen gebärt am Boden und stirbt häufig nach der Geburt der Seepferdchenbabys). Es scheint so, als ob der Nachwuchs gegen die Krankheit immun ist. Die Eltern kümmern sich ab der Geburt nicht mehr weiter um ihre Sprösslinge.

Klarmachen zum Gefecht. Zwei oder drei Wochen nach der Paarung (je nach Art) kommen ein oder mehrere Dutzend, etwa 10 bis 15 mm große Seepferdchenbabys auf die Welt. Sie sind ein absolutes Ebenbild der Eltern in Miniatur und dennoch sofort in der Lage, sich selbst zu ernähren. Wenn Sie aus ihrem behaglichen Nest ausgestoßen werden, neigen sie in den ersten Augenblicken zu Panikreaktionen, beruhigen sich aber wieder und klammern sich dann am erstbesten Gegenstand fest, den sie finden können. Die Mutigeren fangen sofort an, hektisch und ungeschickt zu schwimmen. In den ersten Tagen und Wochen sind sie voll und ganz damit beschäftigt, ihre Schwimm-, Fress-, Streit- und Schlaftechniken zu perfektionieren.

Während der ersten 4 oder 5 Monate kann sich ihre Farbe mehrfach verändern; so wechselt die Farbe beispielsweise von Braun ins Milchfarbene und anschließend in einen Gelbton oder umgekehrt. Seine endgültige Farbe, die von einigen Details abgesehen mit der Farbgebung der Eltern übereinstimmt, nimmt es zwischen dem 3. - 5. Monat an. Es kann jedoch immer mal vorkommen, dass ein oder mehrere Jungpferde dauerhaft einen abweichenden Farbton wählen, zweifellos aus dem gleichen Grund, aus dem die Geschwister zeitweise eine andere Färbung annehmen. Die verschiedenen Veränderungen gehen im Prinzip innerhalb von einer einzigen Nacht vonstatten.


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* Deutsche Übersetzung mit Hilfe meines Vaters Arno

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